Ärzte: Fluch oder Segen? Aufruf zur Blogparade.

gute Ärzte

Wer allen Ernstes noch glaubt, dass es den Ärzten um die Gesundheit ihrer Patienten und nicht um das Geld geht, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen

Der heutige Blog-Beitrag ist kein normaler Artikel. Wie ihr in der Überschrift schon gelesen habt, geht es um eine Blogparade oder besser: Es geht um eine Einladung zu meiner ersten Blogparade. Kurz umrissen, ich lade Blogger ein, sich mit mir gemeinsam einem Thema zu widmen. Einem Thema, dass nicht nur für Blogger, Webmaster & Co wichtig ist, sondern – wie ich glaube – jeden betrifft: „Ärzte als Verbrecher oder weißbekittelte Halbgötter? oder anders gefragt: gibt es noch Ärzte aus Leidenschaft?

Vor ein paar Wochen habe ich irgendwo (Zeitung oder Internet) einen Satz gelesen, der mich bis heute nicht mehr losgelassen hat – sinngemäß: „Wer allen Ernstes noch glaubt, dass es den Ärzten um die Gesundheit ihrer Patienten und nicht um das Geld geht, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen„. Dieser Satz bzw. der Artikel dazu hat mich zum Nachdenken angeregt und all meine Arztbesuche aus den letzten Jahren wie einen Film abspielen lassen. Das Ergebnis ist erschreckend!

Meine Erfahrungen: Ärzte machen einen krank statt gesund

In den letzten 3-5 Jahren war ich bei einigen verschiedenen Ärzten in Behandlung. Dazu muss man sagen, dass ich Ärzte grundsätzlich ungern aufsuche. Nach dem Motto „soviel wie nötig, sowenig wie möglich“ suchte ich in den letzten Jahren die Ärzte tatsächlich nur im Notfall oder zur jährlichen Zahnarztkontrolle auf. Hierzu muss man noch erwähnen, dass ich privat versichert bin und eigentlich ein gutes Immunsystem habe (viel Sport, Ernährung usw.). Bei den meisten Mediziner sehen meine Erfahrungen als Patient durchweg negativ aus. In einigen Fällen, komme ich sogar zu dem Ergebnis, dass Ärzte bzw. „medizinische Häuser“ einen krank machen!

Fall 1: Zuhören statt nach „Schema F“ arbeiten!

An diesen Vorfall kann ich mich sehr gut erinnern. Es war im Sommer 2011, wo auch die HUS-Epidemie (auch EHEC-Epidemie genannt) in Deutschland ihr Unwesen trieb. An einem sommerlichen Tag hatte ich mit Freunden und Familie gegrillt. Vermutlich hatte ich an jenem Tag etwas schlechtes verspeist und bekam in den folgenden vier Tagen Durchfall (Lebensmittelvergiftung). Wie immer ging ich nicht sofort zum Arzt und versuchte mit bekannten Mitteln (Zwieback essen usw.) wieder auf die Beine zu kommen. Nach vier Tagen war ich völlig dehydriert. Die Symptome waren eindeutig: Schwindel, Kopfschmerzen, logischerweise allgemeines Schwächegefühl und starkes Schwitzen. Mit diesen Alarmzeichen bin ich dann am vierten Tag ins Krankenhaus gefahren, um einfach eine isotonische Kochsalzlösung (intravenös) zu bekommen – mehr wollte ich nicht!. Und hier fing das Drama an 🙁 Bei der Aufnahme (Papierkram und Abrechnungsabwicklung hat ja Vorrang), habe ich der aufnehmenden Krankenschwester verdeutlicht, wie schlimm meine Situation ist und dass ich nicht mehr lange aushalte – ich sagte „ich brauche jetzt sofort eine Salzlösung“. Kurz darauf bin ich im Sitzen zusammengebrochen. Ich wachte dann auf einem Krankenhausbett in der Röntgenabteilung auf – mit einem Zugang für die Salzlösung im linken Arm. Lange war ich wohl nicht weg, laut Aussage der Schwester ca. 30 Minuten – und die Schwester hat sich noch mal ausdrücklich dafür entschuldigt, dass sie mir nicht zugehört hat und ihr „Schema F“ durchgezogen hat. Dieser Fall zeigt eindeutig, dass hier das Geld wichtiger ist als die Gesundheit eines Patienten ist. Es blieb leider nicht bei dem Einzelfall.

Fall 2: Entzündung statt Salzlösung!

Doch damit war der Fall 1 noch nicht beendet. Aufgrund der HUS-Epidemie wurde ich mit Verdacht auf EHEC-Virus für zwei Wochen auf Quarantänestation gelegt. Hä?? Was sollte das bitte? Achja, ich bin ja Privatpatient und an mir kann man Geld verdienen. Durchfall hatte ich auch nicht mehr – ich brauchte ja nur die Kochsalzlösung! Gut dachte ich – Aufgrund der Unruhen in der Öffentlichkeit bezüglich EHEC zu dem Zeitpunkt, habe ich mir nichts weiter dabei gedacht. Als ich dann nach ein paar Tagen fragte, wann und wie oft die Nadel an dem Zugang gewechselt wird, bekam ich folgende Antwort: „wird nur bei Bedarf gewechselt und sie haben ja schöne Venen für einen Zugang, so dass da keine Bedenken bestehen die Nadel 14 Tage in der Vene zu lassen„. Wird in Krankenhäusern jetzt auch an den Nadeln gespart oder war das „Fachpersonal“ einfach inkompetent? Das Ende vom Lied war, dass ich direkt am ersten Tag nach der Entlassung eine faustgroße Schwellung an der Stelle des Zugangs bekommen habe. Die Stelle hatte sich entzündet und konnte nur mit Antibiotika behandelt werden. Hier wurden wohl Vorgaben und Standards während der Behandlung nicht eingehalten – oder es gibt sie noch nicht mal. Ich fasse den Fall zusammen: ich wollte nur eine Salzlösung-Infusion, bekam aber einen 14 tägigen Krankenhausaufenthalt und eine Entzündung, die noch mal zwei Wochen behandelt werden musste.

Fall 3: Zahnwurzelentzündung für über 5600 EUR!

Dies war bis jetzt persönlich meine schlimmste Erfahrung mit Ärzten, in diesem Fall mit einer Zahnärztin. Einmal pro Jahr nehme ich eine professionelle Zahneinring in Anspruch. Im Frühjahr 2014 ging ich deshalb routinemäßig zur jährlichen Kontrolle zu einem neuen Zahnarzt. Ich bekam meine Zahnreinigung und bei der Kontrolle wurden offensichtlich Karies gesichtet. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich bis jetzt nie Probleme mit meinen Zähnen hatte und ob ich wirklich Karies hatte und die nachfolgenden Behandlungen notwendig war, weiß ich nicht und werde es wohl nie erfahren. Fakt ist, dass durch die Behandlung am gesunden Zahn eigene Substanzen entfernt und durch Füllungen ersetzt wurden. Die Beratung der Zahnärztin ging in Richtung Keramikfüllung – wäre wohl das Beste, was man machen kann. Allerdings wären diese wohl sehr teuer – aber bei einem Privatpatienten würde die Versicherung in jedem Fall die Rechnung übernehmen. Jetzt weiß ich auch warum, die Keramiklösung die besten Lösung war – der Verdienstunterschied für die Zahnärztin. Irgendwie musste sie ja den Porsche vor der Praxis finanzieren. Bis hierhin war es mir ehrlich gesagt auch egal. Nach dem ich aber nach der Behandlung ständig unerträgliche Zahnschmerzen hatte – war es mir nicht mehr egal. Ständig wurde ich mit Sprüchen wie „der Zahn muss sich erst remineralisieren“ oder „kommen sie vorbei, wir tragen erneut Schutzlack auf die Stelle auf“. Doch die Schmerzen blieben – sogar das normale Trinken von Wasser auf Zimmertemperatur und das Zähneputzen waren schmerzhaft. Drei Monate später, an einem Sonntag hielt ich nicht mehr aus und bin dann zum Not-Zahnarzt gefahren. Diagnose: Zahnwurzelentzündung. Ohne Worte! Zusammenfassung Fall 3: Ziel war es professionelle Zahnreinigung, Endergebnis ist eine Zahnwurzelentzündung für über 5600 EUR.

Geld regiert die Welt… und zunehmend Ärzte!

Das waren jetzt nur drei Fälle, wo ich durchweg negative Erfahrungen mit Ärzten gemacht habe. Der Arzt ist Experte und der Patient vertraut dessen Empfehlungen bzw. Diagnosen. Es kann nicht sein, dass Ärzte jegliche Menschlichkeit verlieren und ihren „weißen Kittel“ durch Geldgier beschmutzen. Das Ziel, ein guter, vertrauensvoller Arzt zu sein – erfordert nun mal großes Engagement und Hingabe. Ärzte aus Leidenschaft – gibt es sie noch? Ich könnte noch einige weitere Fälle aufschreiben – das würde jedoch diesen Artikel ins unendliche aufblähen. In meinen Augen haben diese „Halbgötter in weiß“ ausgedient – das hohe soziale Ansehen ist schon längst gestört, weil nicht der Patient, sondern das Geld an erster Stelle steht – schade. Normalerweise erinnere ich mich immer an positive Erlebnisse – doch in Verbindung mit Ärzten kommen mir wirklich keine in den Sinn.

Zusammenfassung und Ablauf der Blogparde:

Thema: Ärzte als Verbrecher oder weißbekittelte Halbgötter? Wie ist eurer Standpunkt?
Start: 17. Februar 2015
Ende: 31. März 2015
Gewinn: Eines der unten aufgeführten Bücher zum Thema „Gesundheit“

Was ist eine Blogparade?

Blogparaden sind gemeinschaftliche Blogger-Aktionen zu einem vom Veranstalter vorgegebenem Thema. In ihren individuellen Artikeln zum Thema, setzen Blogger in der Regel einen Link zum Aufruf (keine Pflicht) im Beitrag und verweisen auf die Blogparade und den Veranstalter. Mit dem Verweis und durch die Kommentarfunktion kann der Veranstalter die einzelnen Teilnahmen sammeln und am Ende in einem Abschluss-Beitrag zum Thema zusammenfassen und verlinken.

Wie kann ich an „Ärzte als Verbrecher oder weißbekittelte Halbgötter?“ teilnehmen?

Schreibe einfach einen Artikel zum Thema dieser Blogparade in deinem Blog und informiere mich per Kommentar über deine Teilnahme. Ich würden mich freuen, wenn du in deinem Beitrag auf meine erste Blogparade verweisen würdest. 😉  Dein Beitrag sollte schon mehr als drei Sätze enthalten – bei „richtigen“ Bloggern ist das glaube ich, überflüssig zu erwähnen 😉

Wie soll mein Blogparaden-Artikel aussehen?

Eigentlich ist das komplett dir überlassen. Es wäre für deinen Blog sicherlich vorteilhaft, wenn du diesen zunächst einmal kurz vorstellst – schließlich bekommst du durch diese Blogparade auch ein paar neue Blogbesucher und möglicherweise dauerhafte Leser?! Schön wäre es auch zu erfahren, wie du auf diese Blogparade aufmerksam geworden bist und warum du daran teilnimmst. Aber es ist ganz allein dir überlassen.

Damit es dir leichter fällt sich zum Thema zu äußern, kannst du dir ja zur Vorbereitung die eine oder andere der nachfolgenden Fragen durch den Kopf gehen lassen. Die Beantwortung der Leitfragen ist aber nicht verpflichtend! Betrachte die Fragen einfach nur als kleine Hilfestellung.

  • Ist die Arzt-Patient-Beziehung gestört oder vertraut ihr den Ärzten?
  • Medizin ohne Menschlichkeit: wie steht ihr dazu?
  • Welche positiven bzw. negativen Erfahrungen habt ihr oder eure Mitmenschen mit ärztlichen Behandlungen erlebt?
  • Sind kranke Menschen Patienten oder doch nur Kunden?
  • Woran erkennt man einen guten Arzt?

Gewinne eines der drei Bücher zum Thema „Gesundheit“

Der erste und die zwei ausführlichsten Beiträge zum Thema erhalten jeweils ein Gesundheits-Buch als Geschenk. Die Bücher werden von der Tauschbörse swapy.de gesponsert, weil das swapy-Jahr 2015 ganz im Zeichen der Bücher steht. Es handelt sich hierbei um folgende drei Bücher:

Ich freue mich sehr über meine erste richtige Blogparade als Veranstalter und bin jetzt schon auf eure konstruktive Beiträge und Meinungen zum Thema sehr gespannt. Nach Ablauf der Blogparade am 31.03.2015 werde ich eine ausführliche Zusammenfassung zu den eingegangenen Beiträgen veröffentlichen.

Wer allen Ernstes noch glaubt, dass es den Ärzten um die Gesundheit ihrer Patienten und nicht um das Geld geht, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen!

Ärzte als Verbrecher oder weißbekittelte Halbgötter – wie steht ihr dazu?