Ausmisten statt Hamstern 😉

Artikel_anfordernSicher kennt jeder heutzutage das Phänomen, man häuft immer mehr Besitztümer an versucht alles in vorhandene Schränke und dunkle Ecken zu bekommen. Aber irgendwann ist der Kollaps unausweichlich. Wenn auch die letzte Kiste auf dem Dachboden verstaut ist und man nicht einmal mehr den Gang in der Mitte, den man lange so sorgsam gepflegt hat, frei ist. Auch im Keller ist bis zur Decke alles voll. Man sucht mehr als das man etwas Bestimmtes findet und findet Sachen von denen man gar nicht wusste dass man etwas Derartiges besitzt.

Abhilfe kann in einem solchen Fall nur noch das Ausmisten bringen. Doch fängt man an? Gerade wenn man dieses Stadium erreicht ist man meist soweit das man denkt das man nie mehr Herr der Lage werden kann.

Ein Universalrezept hierfür gibt es auch nicht. Man sollte dort anfangen wo man gerade ist und jedes Teil das man bei seiner Suche nach dem eigentlich gesuchten in die Hände bekommt folgenden Fragen unterziehen: „Brauche ich es noch? Wann habe ich es das letzte Mal benutzt?“ Und viel wichtiger „Wann benutze ich es wieder?“. Wenn man zu dem Schluss kommt das man es vermutlich die nächsten Jahre nicht mehr braucht sollte man überlegen ob man es entbehren kann. Natürlich gibt es Dinge an denen das Herz hängt, Erinnerungen die man nicht hergeben möchte. Aber auch hier sollte man zwischen jenen Dingen unterscheiden an denen man wirklich hängt und jenen Dingen die man behält weil es das scheußlichste ist was man je zum Geburtstag bekommen hat. Auch die Luftballons der Hochzeitsnacht, die seit 5 Jahren auf dem Boden vor sich hin schrumpfen, gehören in die Kategorie. Denn mal ehrlich, wird man diese jemals wieder nutzen? Ansonsten hilft es nur sich immer mal wieder eine Ecke nach der anderen vorzuknöpfen, im Keller und auf dem Dachboden Karton für Karton zu durchforsten und nicht zimperlich mit sich zu sein.

Bücher, Filme Kleidung – einfach tauschen

Am einfachsten ist das Ausmisten bei Alltagsgegenständen wie Büchern, DVDs, Blu-ray, CDs, Kleidung oder auch Haushaltsgegenständen wie Deko, Handarbeitssachen, Stoffreste, Geschirr oder Technik. Hier kann man, in der Regel, sehr rationaler entscheiden. Aber auch dies erfordert ein wenig Übung um die Spreu vom Weizen zu trennen. Viele Bücher oder Filme liest oder schaut man nur einmal, danach wandern sie ins Regal und werden nur noch zum abstauben bewegt. Auch Musikgeschmack verändert sich und was man noch vor 5 Jahren gut fand, ist heute allenfalls gut um im Regal Platz weg zu nehmen.

Wenn man sich dann aber entschlossen hat etwas auszumisten dann steht man vor dem nächsten Problem. Wohin mit den noch guten Dingen, denn vieles ist viel zu schade um es weg zu schmeißen. Wenn man nicht seinen Bekanntenkreis mit seinen Dingen zumüllen möchte, bleiben neben Onlineauktionshäuser, wo man oft nicht mehr das bekommt was es wert ist da das Angebot zu groß geworden ist, noch kostenlose Tauschbörsen wie swapy.de. Hier kann man seine alten Sachen vertauschen und sich dafür Dinge aussuchen die man braucht. Das Problem mit dem zu vielen Dingen löst sich dadurch zwar nicht gänzlich in Luft auf, aber man hat nur noch Dinge die man wirklich braucht oder haben möchte. Gerade im Filmbereich ist tauschen oft günstiger als kaufen oder Leihen. Denn man zahlt nur das Porto wenn man etwas versendet. Eine DVD oder Blue-Ray kostet somit nur noch 1,45€ + die Taler die man dafür einsetzt. Vertauscht man diese nach dem schauen wieder ist der Betrag auf das Porto reduziert. Fast jede Videothek nimmt 1€ pro Tag, wenn man bedenkt das man einen Film erst am nächsten Tag zurück bringt sind es somit schon 2€, beim Tausch erhöht sich der Betrag auch nicht wenn man die DVD oder Blue-Ray länger behält. Auch bei Büchern kann man diese Rechnung anwenden, denn auch viele Bibliotheken nehmen mittlerweile Gebühren und neu oder gebraucht kaufen ist immer teurer als das Porto für eine Büchersendung.

Auch wenn es schwer ist mit dem ausmisten zu beginnen, da der Berg unbezwingbar scheint, lohnt es sich. Denn man hat am Ende nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Raum zum Atmen, denn ab einem bestimmten Punkt werdet ihr merken: Ausmisten befreit!

Dieser Blogartikel wurde von pudelmuetze – seit ein paar Tagen zufriedene Nutzerin bei swapy – geschrieben.