Der eigene Lebensstil bestimmt die Größe unseres ökologischen Fußabdrucks.

Die eigentliche Frage der fünften Runde lautete: „Welchen Stellenwert spielt das Thema nachhaltiger Konsum bzw.Ressourcen schonen in Ihrem Unternehmen?“ Da weder swapy, noch die meisten Umfrageteilnehmer sich als großes Unternehmen sehen, wurde die Frage auf das Privatleben umformuliert -> Welchen Stellenwert spielt das Thema nachhaltiger Konsum bzw. Ressourcen schonen in Deinem Privatleben?

Die Bewertung der Antworten ergab folgendes Ergebnis:

 

siwola ist der Meinung: Man braucht sich nur einmal zu verinnerlichen, wie sehr sich das Bild unserer Erde gewandelt hat. Täglich schlagen wir die Zeitung auf und werden mit neuen Hiobsbotschaften konfrontiert.
Das schmelzende Eis Der Pole durch die globale Erwärmung und die damit einhergehende langsame Ausrottung der Eisbären, die dieses Eis zur Jagd benötigen ist nur ein Fall. Der Treibhauseffekt wird auch durch die immer stärker werdende Industrialisierung immer größer und sorgt für Klimaänderungen, die auf Dauer nicht zuträglich für unser Leben sein können. All das wird begünstigt durch unsere Gesellschaft. Es muss immer das Beste und das Teuerste sein. Die staunenden Augen unserer Nachbarn über unseren neuen SUV sind uns wichtiger als das Wissen, dass wir so ein Auto in der Stadt gar nicht brauchen.
Und so ist es auch bei kleineren Dingen. Warum muss es immer das nächste Handy sein, das noch einen Ticken mehr kann als das alte, das mir auch ausgereicht hat? Durch dieses ständige Hinterherhecheln nach dem neuesten Trend, überbieten sich Hersteller ständig mit Neuentwicklungen. Dies bedeutet natürlich auch, dass Hersteller unter einem enormem Druck stehen, immer Schritt halten zu müssen und Innovationen vor dem Wettbewerber zu präsentieren. Kosten müssen eingespart werden, wodurch es zwei Verlierer gibt. Die Umwelt und nicht selten die Mitarbeiter, die zu Hungerlöhnen in Riesenfabriken dafür sorgen, dass unser Konsumhunger gestillt wird.
Gerade im asiatischen Raum, insbesondere in China, werden ganze Industrien ohne Rücksicht auf Ressourcen oder Umwelt aus dem Boden gestampft.
Für mein Privatleben heißt das, dass ich nicht jedem Trend gleich folgen muss. Ich habe auch kein Problem damit, ein paar Schuhe in einer Tauschbörse zu ergattern. Was dem einen nicht gut genug war, kann dem anderen genau das Richtige sein.
So kann jeder seinen eigenen kleinen Beitrag leisten Und Teil einer stetig wachsenden Community sein, die handelt und den Umweltschutz nicht den anderen überlässt.
(5 Lose)

alice_24 sagt dazu: Ich bin ein eher praktisch denkender Mensch, daher würde ich behaupten Ressourcenschonung und nachhaltiger Konsum spielen bei mir eher eine untergeordnete Rolle. Trotzdem lasse ich dieses Thema nicht ganz außer Acht, indem ich beispielsweise für Einkäufe fast immer eine Stofftasche dabei habe. 😉
(4 Lose)

Pöppel ist folgender Meinung: Wir haben das Glück in einer Welt zu leben, in der es uns an nichts fehlt. Von daher sind Gedanken in diese Richtung eher nebensächlich. Natürlich versuche ich so wenig wie möglich Lebensmittel wegzuschmeißen und Müll entsprechend zu trennen – aber der größte Müll kann nicht von den Konsumenten vermieden werden, solange sich nichts an unserer Verpackungsphilosophie ändert.
(3 Lose)

Charly ist folgender Meinung: Bis jetzt einen sehr hohen,da Ich immer mehr tausche und immer weniger selbst neu kaufe. Ca 95% meiner Tauschgüter sind selbst ertauscht, die anderen 5 % wurden gekauft. Ich selbst schaue zuerst auf Tauschbörsen, ob die von mir gewünschten und ersehnten Artikel angeboten werden, bevor es an meinen Geldbeutel geht.
(2 Lose)

Teufelsweib ist der Ansicht: Privat versuche ich natürlich unsere Ressourcen zu schonen, z. B. durch Mülltrennung oder auch Energie zu sparen (Wasser, Strom und Heizung) und lieber gehe auch mal ein paar Meter zu Fuß oder nehme das Fahrrad, bevor ich für kurze Strecken das Auto nehme.
(1 Los)

peterabc ist folgender Auffassung: Na ja, wenn ich Ehrlich bin, eine bescheidene Rolle. Ich
lebe mit dem Konsum und will ihn im Rahmen meiner Möglichkeiten auch nutzen.
(1 Los)

Wowka ist folgender Auffassung:
Swapy ist kein Unternehmen, deshalb die Ausführungen aus meinem privaten Leben. Im privaten Bereich begleiten mich die Punkte tatsächlich täglich. Getreue dem Motto „was ich nicht habe, brauche ich nicht“ springe ich nicht auf jeden Hype auf und kaufe mir sofort irgendwelche Dinge, die jeder hat (iPhone). Allein deshalb, weil man hier den Akku nicht austauschen kann. Ich sehe es nicht ein, alle zwei Jahre ein neues Handy zu kaufen, weil die Hersteller die „Lebensdauer“ der Produkte bewusst verkürzen. Betrifft nahezu alle Elektro-Geräte. Wo bleiben die alten Fernsehen, die 25 Jahre halten und nebenbei auch noch drei Blitzeinschläge überleben? Wo sind die Rasenmäher, die mehr als drei Sommer überleben? Diese exzessive Konsumkultur der „Überflussgesellschaft“ und das Wirtschaftswachstum führten zu einer Verknappung der Ressourcen und Umweltverschmutzung durch unnötigen Müll. Ansonsten lebe ich sowieso sparsam, was meinen Geldbeutel betrifft. Ich drehe nicht unnötig die Heizung auf, nur damit ich in kurzen Hosen auf dem Sofa sitzen kann. Da ziehe ich mich lieber ein mal mehr wärmer an oder führe ein paar Liegestütze aus – spart nicht nur die Heizungskosten, schont die Umwelt und sorgt nebenbei auch für Sommerfigur 😉 . Ich trage meine Kleidungsstücke solange, bis diese sich funktionell nicht mehr tragen lassen. Aus ursprünglicher Ausgehkleidung wird Arbeitskleidung z.B. für die Gartenarbeit. Aus gerissenen Klamotten werden Putzlappen gemacht z.B. für das Waschen des Autos. Bei mir auf der Arbeit, versuche ich Tagsüber die Lichter auszuschalten – kein Plan, wer diese ständig einschaltet. So wurde ich erzogen und das gehört zu meinem Alltag und das schränke mein Leben in keinster Weise ein. Im Gegenteil, in vielen Sachen könnte ich noch bewusster auf die Nachhaltigkeit achten und so meinen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Übersicht aller Fragen und Antworten:

  1. Sharing Economy – Tauschen statt Besitzen: Ein neuer Trend in Deutschland und auch weltweit. Ist dies ein Weg in eine neue ressourcenschonende Konsumkultur? Welchen Standpunkt vertrittst Du?
  2. Denkst Du, dass Tauschbörsen Potential besitzen um das Freizeit-Konsumverhalten der Gesellschaft nachhaltig zu beeinflussen?
  3. Warum entwickeln sich Tauschbörsen aktuell so gut? Warum nicht schon viel früher?
  4. Welche Rolle spielt das Internet bei der Verbreitung von Tauschbörsen?
  5. Welchen Stellenwert spielt das Thema nachhaltiger Konsum bzw. Ressourcen schonen in Deinem Privatleben?
  6. Was kann die Freizeitwirtschaft tun um Tauschbörsen besser zu fördern?
  7. Welche Rahmenbedingungen könnten, z.B. von der Politik, geschaffen werden, damit sich noch mehr Menschen von Tauschbörsen angesprochen fühlen und auch eine nachhaltige ressourcenschonende Gesellschaft gefördert wird?

Weitere Infos zum Thema „ökologische Fußabdruck“ gibt es unter: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologischer_Fu%C3%9Fabdruck