Sharing Economy – Tauschen statt Besitzen

Filed in Lifestyle by on 4. März 2014

Das Gewinnspiel zur Befragung ist beendet und hier kommt die Platzierung der Texte für die erste Frage:

Sharing Economy – Tauschen statt Besitzen: Ein neuer Trend in Deutschland und auch weltweit.

Ist dies ein Weg in eine neue ressourcenschonende Konsumkultur? Welchen Standpunkt vertrittst Du?

Teufelsweib ist der Ansicht: Tauschbörsen sind eine gute Gelegenheit um mit unliebsam gewordenen Dingen anderen Menschen eine Freude machen, die auf der Suche nach so etwas sind und das alles ganz ohne Geldfluss. Vor allem für Bücher, CDs, DVDs usw. finde ich Tauschbörsen perfekt. Warum Bücher, die man wohl kein zweites Mal lesen wird, im Regal stehen lassen? Sie nehmen nur den Platz für neue Schmöker weg. Tauschbörsen bieten eine schnelle und einfache Möglichkeit diesem Problem Abhilfe zu schaffen. Der Tauschpartner braucht sich, um beim Thema Bücher zu bleiben, das gewünschte Buch dann nicht zu kaufen, auf die Masse gesehen müssen weniger Bücher gedruckt werden und die Baumbestände, die der Papierherstellung dienen, werden geschont – soweit zumindest in der Theorie. Um damit allerdings einen sichtbaren Erfolg erzielen zu können, müssten viel mehr Menschen in Tauschbörsen aktiv werden. Außerdem habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass wirklich (in meinen Augen) unnütze Dinge angeboten werden, die letztendlich dann doch auf dem Müll landen. Einen kleinen Teil zur Ressourcenschonung können Tauschbörsen vielleicht durchaus beitragen, das wachsende Konsumverhalten und den damit verbundenen Anstieg von Ressourcenverbrauch vermag damit aber kaum zu verhindern sein, wenn nicht alle an einem Strang ziehen. (5 Lose)

siwola ist der Meinung: Das Schonen von Ressourcen und Rohstoffen sollte, nein MUSS ein Anliegen jedes Menschen sein. Denn nicht alle Güter dieser Welt stehen uns wie Luft und Licht unbegrenzt zur Verfügung. „Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geliehen“ sollte auch hier das Credo aller sein. Nur durch die sich immer weiter verbreitende „Sharing Economy“ können wertvolle Rohstoffe geschont werden. Diese folgt einem einfachen Grundsatz: Was bei mir unnütz verstaubt, bereitet jemandem anderen vielleicht noch große Freude. Die DVD oder CD, die ich schon lange nicht mehr höre, findet vielleicht über verschiedene Möglichkeiten des Tauschens einen neuen begeisterten Anhänger.
Für diesen Artikel, den ich mit einem Gleichgesinnten getauscht habe, muss ich im Idealfall weder Geld aufbringen, das ich anderweitig vielleicht sinnvoller verwenden kann, noch muss die Produktionskette eingeschaltet und weitere Ressourcen aufgebracht werden. In Anbetracht dessen, dass unser Planet schon über das erträgliche ausgebeutet wird, kann ich so einen aktiven Beitrag für eine Welt leisten, in der auch unsere Kinder noch Lebensbedingungen vorfinden, wie wir sie auch hatten. (4 Lose)

alice_24 sagt dazu: Ich denke durch Tauschbörsen werden die Leute nicht auf einmal zu umweltbewussteren Menschen. Die Schonung von Ressourcen ist beim Tauschen für mich ein positiver Nebeneffekt, wobei dies ein doppelschneidiges Schwert ist. Denn durch den Versand mit den Postdienstleistern des Vertrauens entstehen schließlich auch wieder umweltschädliche Gase. Zusätzlich zum Verbrauch einer immer weiter schwindenden Ressource, dem Erdöl.
Trotzdem sehe ich den Zuwachs auf Tauschbörsen positiv, da so nicht nur einige Ressourcen geschont werden und man anderen noch eine Freude macht, sondern auch
Arbeitsplätze bei der Post sichert. Für den umweltfreundlichen Transport sorgt in den nächsten Jahren sicherlich noch der technische Fortschritt bei Elektrofahrzeugen
und der Erzeugung erneuerbarer Energien. (3 Lose)

Pöppel ist folgender Meinung: Der Gedanke, daß dadurch Ressourcen geschont werden, ist mir dabei ehrlich gesagt noch nie gekommen. Ich tausche, weil ich einfach zu viel lese, als daß ich die (Hör)Bücher wirklich alle neu kaufen könnte. Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, daß nur weil manche Leute Bücher tauschen, deswegen weniger gedruckt werden. Es landen höchstens mehr davon in der Restposten- bzw. Mängelexemplarkiste. (2 Lose)

peterabc ist folgender Auffassung: Es ist schon ein Weg, ob er neu ist wage ich zu bezweifeln. Schon früher in Ländern wie die DDR galt das Motto „gib Du mir das, ich gebe Dir jenes. Auch im Handwerklichen ging das so, mauerst Du mir die Wand, mach ich Deine Elektrik. Ich glaube auf diesen Weg befinden wir uns wieder. (1 Los)

Charly ist folgender Meinung: Kann für viele ein Schritt in eine Ressourcen schonende Konsumkultur sein. Ich denke aber mal, dass richtige Hardcore Sammler auf ein gewisses Besitzgut großen Wert legen und darauf nicht verzichten wollen. Persönlich bin ich der Meinung dass man eh nichts ins Grab mitnehmen kann und stelle meine Filme, Bücher, Spiele u.a. nach dem Ich sie gesehen oder gelesen habe, anderen Menschen zur Verfügung. (1 Los)

Wowka ist folgender Auffassung: Ja, meiner Meinung nach ist das definitiv eine Möglichkeit für eine ökonomische Konsumform. Die Menschen, die diese „Collaborative Consumption-Idee“ unterstützen bzw. vorleben, gehen nachhaltig und verantwortungsvoll mit Ressourcen dieser Welt um. Dabei spielen die Beweggründe der einzelnen Teilnehmer an dem Sharing Economy-Gedanken keine Rolle. Die einen möchten durch das Tauschen Geld einsparen, die anderen neue Produkte konsumieren oder einfach nur aus Freude. Immer mehr Nutzer haben auch durchaus mal die Nase voll vom „Mehr-Ansammeln“ oder „Mehr-Wegwerfen“. So unterschiedlich die Beweggründe sein mögen, für das Tauschen in einer Online-Tauschbörse – die Nebeneffekte sind immer die gleichen: Zunächst wird der übliche Wegwerf-Effekt verhindert; Die verstaubte Ware findet ein neues Zuhause und der Nutzwert der Produkte wird dadurch gesteigert. Wenn das mal nicht einen globalen Rückgang des Konsumverhaltens bewirken kann?! Jedoch kann eine dynamische Tauschgemeinschaft nur funktionieren, wenn möglichst viele Menschen sich vernetzten und entsprechende Produkte für den gemeinschaftlichen Konsum bereitstellen. Auf der anderen Seite muss es immer jemanden geben, der etwas braucht. Es beruht eben wie in der normalen Wirtschaft auf dem Gleichgewicht vom Geben und Nehmen. (hat Pech gehabt 😉)

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Die Tauschbörse swapy wurde im Sommer 2009 als kostenlose Tauschplattform für Spiele gegründet, mit der Absicht eine Web 2.0-Tauschbörse mit Belohnungssystem anzubieten. Im September 2010 wurde die Tauschcommunity um die Kategorien "Bücher", "Filme", "Hörbücher", "Musik" und einige weitere erweitert. Im Jahr 2013 gab es einen kompletten Neustart mit einer Software-Umstellung. Die Plattform gehört zu den ersten Versuchen im Bereich der "Mitmach-Tauschbörsen". Die Idee von swapy besteht darin, eine kostenlose Internet-Plattform für den Tausch von physikalischen Waren zur Verfügung zu stellen. Im Vergleich zu einigen anderen Online-Tauschbörsen, gibt es bei swapy keine Möglichkeit sich die Tauschwährung käuflich zu erwerben. Die Aktivität und Engagement in der Community wird jedoch mit Tausch-Talern (interne Tauschwährung) oder mit Sachpreisen belohnt. Die Tauschbörse swapy sucht auch 2015 den Neuling des Jahres ;-)