The Elder Scrolls 5: Skyrim für PC

Am 11.11.2011 erschien der fünfte Teil der ElderScrolls Reihe sowohl für PC als auch für Xbox und Playstation. Nach nun über fünf Jahren Wartezeit und einem unglaublichen Vorgänger sind die Erwartungen der Spieler hoch.

 

Einstieg in die Skyrim-Welt:

Nach einer nicht so angenehmen Installation via Steam kann das Spiel beginnen.

Wie alle Teile der ElderScrolls Reihe spielt The ElderScrolls V: Skyrim in einem Land des Kontinents Tamriel. In diesem Teil gilt es das Land Skyrim –daher der Name- zu entdecken.

Doch bevor es losgeht, müssen zunächst einige Dinge geklärt werden: Man startet, gefesselt, mit anderen Gefangen auf einer Kutsche. Nach einer kleinen Spritztour erreicht man nun das Dorf Helgen. Dort wird schnell klar warum ihr dort seid: Ihr sollt geköpft werden. Doch die Wachen haben keine Papiere zu eurer Person, so dass ihr erst mal an der Reihe seid.

Neben den Namen, dem Aussehen und dem Geschlecht, könnt ihr hier nun auch eure Rasse bestimmt. Und gerade letzteres hat Auswirkungen darauf wie die NPCs euch behandeln.

Ist dies erledigt dauert es nicht mehr lange und euer Kopf ist kurz davor neben dem eines Mitgefangen zu landen. Doch in letzter Sekunde erscheint ein Drache und zieht die Aufmerksamkeit auf sich, indem er aus der Stadt Kleinholz macht. Das Spiel beginnt…

Die Story des fünften Teil von „The Elder Scrolls“:

Nachdem der Spieler erfolgreich den Wachen und dem Drachen entkommen konnte, flieht er mit einem Verbündeten in das Dorf Flusswald. Dort erfährt er dass die Drachen, obwohl sie schon seit Jahrhunderten als ausgestorben gelten, nun das ganze Land angreifen. Da der Spieler nach dem Angriff schon etwas Erfahrung mit Drachen hat, wird er gebeten zum Jarl der Stadt Weißlauf zu reisen. Das Hauptquest beginnt!

Im Laufe dieser Quest-Reihe wird schnell klar das der Spieler ein sogenannter „Dovahkiin“ oder auch „Drachenblut“ ist und somit auch die einzige Rettung des Landes darstellt.

Soviel zur Story…

Gameplay:

Egal für welche Rasse sich der Spieler anfangs entscheidet: Magier, Bogenschütze oder Schwertkämpfer – es ist alles möglich. Auch ist es möglich beispielsweise Magier und Schwertkämpfer zu sein. Denn bei fast allem was der Spieler tut, erhält er dabei im jeweiligen Bereich (oder auch Skill) Erfahrungspunkte. Hat man genug EP gesammelt erfolgt ein Levelaufstieg. Beim Levelaufstieg liegt es zunächst an dem Spieler ob er 10 Punkte auf Magicka, Lebensenergie, oder Ausdauer setzt. Danach kann er einen sogenannten „Perk“ wählen. Zu jedem Skill gibt es verschiedene Perks die dem Spieler stärker und das Spiel leichter machen.

Allerdings gibt es bestimmte Kreaturen die Mitleveln. Das bedeutet das sie der Stärke der Spielers entsprechen. Doch auch solch ein Gegner sollte kein Problem sein. Selbst wenn der Spieler dem Gegner unterliegt, kann er sich jederzeit einen Gefährten mitnehmen. Zusätzlich zu dem Gefährten kann man sich einen Hund und ein Pferd kaufen.

Auch ist es in Skyrim, wie schon im Vorgänger möglich ein Haus zu kaufen um dort seine Gegenstände zu verstauen, zu schlafen, kochen, Tränke brauen usw.

Sollte sich der Spieler mal einsam fühlen, möchte aber keinen Gefährten haben so ist es ihm nun auch möglich zu heiraten. Eine Hochzeit bietet ein paar schöne Nebeneffekte, die ihr aber am besten selbst herausfindet.

Wie üblich ist es möglich sich den verschiedenen „Vereinen“ anzuschließen. Neben der Diebes-Gilde, der Dunklen Bruderschaft, der Magier-Akademie und den Gefährten ist es in Skyrim nun auch möglich sich zu den Barden zu gesellen. Außerdem kann man sich einer politischen Partei anschließen, doch darüber werde ich nichts verraten.

Neben dem Hauptquest, inmitten den verschiedenen Neben – und Gildenquests und den zahlreichen Miniquests, gibt es dank des innovativen Story-Management-System namens Radiant Story eine unendlich Zahl an Quests.

Durch Radiant Story erhält jeder Spieler ein einzigartiges Spielerlebnis. Radiant Story ist ein schlaues System welches, die oben genannten Quest zufällig generiert. Bei der Dunklen Bruderschaft geht es zum Beispiel darum Auftragsmorde zu erledigen. Mithilfe dieses Systems wird es nun zufällig, wo, wie und wen ihr töten sollt.

Was den Spieler also auf den Reisen erwartet ist von Spieler zu Spieler verschieden. So kann es sein das der Spieler es nach einem erschöpfenden Kampf nun auch noch mit einem Drachen zu tun bekommt, wohingegen wieder ein anderer von Banditen oder Kopfgeldjäger überfallen wird und wieder ein anderer ohne irgendwelche weiteren Gegner gemütlich nach Hause reisen kann.

Lässt man die Endlos-Quest außer Acht beläuft sich die Spieldauer laut Hersteller allein für das Hauptquest auf ca. 35 Stunden sowie weiter 140 Stunden für die Nebenquests. Die Angaben treffen auf mich allerdings nicht zu da ich es liebe alles zu erkunden, so dass die Spielzeit zumindest bei mir sicherlich 300+ Stunden betragen wird.

Steuerung in Skyrim:

Die Steuerung im Spiel ist für den Spieler leicht gemacht. Gefällt dem Spieler die Tastenbelegung jedoch nicht, kann er diese einfach ändern. Als Neuerung gibt es hier eine Favoritenliste, die die üblichen Schnelltasten erweitern soll.

In einer Sachen hat Bethesda jedoch gepatzt: Das Menü ist sehr Konsolenlastig und für PC-Gamer im Gegensatz zum Vorgänger eine Enttäuschung.

Sykirim-Grafik:

Da Skyrim noch ziemlich verbugt ist und mein Prozessor anscheinend nicht der beste musste ich die Grafikeinstellung trotz einer 1 GB Grafikkarte auf niedrig setzen. Und trotzdem bin ich von der Grafik begeistert. Neben riesigen Landschaften die alle erkundbar sind, wunderschönen Nacht- und Sternenhimmeln und neuen gut gelungen Kreaturen, wurden ebenfalls die Zauber verschönert. Desweitern gibt es nun einen „Finalen Schlag“ der zwar noch verbesserungswürdig ist jedoch jetzt schon sehr gut aussieht.

Fazit:

The Elder Scrolls V: Skyrim empfinde ich als einen würdigen Nachfolger. Die Grafik ist bezaubernd, die Story ist top, und die neuen Features bieten noch mehr Möglichkeiten.

Auch die Tatsache das Skyrim via Steam läuft hat mich zwar anfangs gestört, aber sobald man Freunde hat die dies auch spielen, und mit denen man sich dann messen und die Screenshots teilen kann empfindet man die als Pluspunkt.

Leider ist Skyrim noch stark verbuggt und auch das Menü ist zumindest für den PC schlecht umgesetzt was teilweise den Spielspaß hemmt.

Auch wurden einige tolle Features vom Vorgänger nicht übernommen, was grade Fans der Reihe enttäuscht.

Trotzdem empfinde ich das Spiel als zu 100% empfehlenswert. Das Spiel ist meiner Meinung nach jeden Cent seiner ca. 50 € wert und ein absolutes Muss für ElderScrolls Fans aber auch für alle anderen RPG-Spieler.

Autor: Lachs