Der Mops – Anschaffung, Pflege und Haltung

Filed in Allgemein by on 15. September 2011

Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Und jeder Hundebesitzer muss zugeben, dass er (oder sie) ein kleines bisschen irre ist. Es ist schon unglaublich, wie einem diese befellten Vierbeiner ans Herz wachsen können. In der Hundewelt ist der Mops immer weiter auf dem Vormarsch. Nachdem er einige Zeit fast von der Bildfläche verschwunden war, erfreut sich der kleine Molosser immer größerer Beliebtheit. Doch vor dem Kauf eines solchen Hundes müssen einige Dinge bedacht und mit eingeplant werden…

Der Mops

Möpse haben vermutlich chinesischen Ursprung und gehören zu der Rasse der Molosser. Charakteristisch für einen Mops ist seine gedrungene Form mit bulligem Vorderbau und den längeren Beinen hinten. Sie sind vorzugsweise in den Farben beige und schwarz zu sehen. Selten gibt es auch „silberne“ Exemplare. Bei den hellen Möpsen ist die Schnauzenpartie schwarz, wie auch die Ohren. Typisch für den Mops ist auch der gekringelte Schwanz, der ein bisschen an ein Schweinchen erinnert.(Wie seine Essmanieren übrigens auch) 😉 Der Mops hat schwarze Kulleraugen, an denen der geübte Betrachter sehr einfach den Gemütszustand seines besten Freundes ablesen kann. Sie leuchten vor Begeisterung vor dem Ausflug oder sind traurig, wenn Mopsi nicht mit darf oder ihm etwas fehlt.

Der Mops ist ein Familienhund in jeder Hinsicht. Er verzeiht auch kleinere „Stupser“ und ist ein äußerst gemütlicher Geselle. Unsere beiden Rüden (3 und 4 Jahre alt und Brüder) haben noch nie jemanden gebissen und sind in keinster Weise aggressiv. Natürlich hat aber auch ein Mops eine Schmerzgrenze und wenn „Bambam“ am Ringelschwänzchen zieht, verkriecht sich der Vierbeiner. Ein Mops verbringt die meiste Zeit des Tages damit, zu schlafen oder vor sich hin zu dösen. In der restlichen Zeit ist er voll und ganz für sein Herrchen da. Wer einen Hund sucht, der 14 Stunden am Tag aktiv ist, liegt beim Mops vollkommen falsch.

Ein Mops sollte mit Bedacht gefüttert werden, da er das Wort „satt“ nicht in seinem Wortschatz führt. Passt man mit dem Futter nicht auf, hat man sehr schnell den „Garfield“ unter den Hunden.

Vor der Anschaffung sollte man sich auch im Klaren sein, dass Möpse sehr stark haaren. Findet der Fellwechsel statt, sollte man bei einem hellen Mops tunlichst vermeiden, schwarze Kleidung zu tragen. Auch im Auto sollte immer eine Decke liegen, die Mopshaare auffängt. Aus dem Polster des Fahrzeuges bekommt man die Haare fast nicht mehr weg. Die Dinger scheinen Widerhaken zu haben.

Die Anschaffung

Generell sollte man sich vor der Anschaffung eines Hundes Gedanken machen und nicht aus einem Bauchgefühl heraus entscheiden. Jedes Tier ist als „Baby“ süß (außer vielleicht ein Nacktmull), und Hunde haben da sogar noch eine besondere Stellung. Man sollte aber bedenken, dass dieser treue Begleiter bis zu 15 Jahren und sogar noch darüber hinaus an der Seite des Besitzers bleibt und nicht immer Welpe ist. Auch sollte man sich nicht von den Kindern beeinflussen lassen. Oft ist das Interesse weitestgehend verflogen, wenn der Hund nicht mehr der tollpatschige, extrem süße Welpe ist und es darum geht, dass „Fiffi“ auch mal raus muss.

Beim Kauf ist es wichtig, auf einen seriösen Züchter zu achten. Von Käufen an der berühmten „Autobahnraststätte“ ist abzuraten. Der Mops sollte bei einem Züchter aufgewachsen sein, der die Tiere pflegt, wo sie genügend Auslauf hatten und bei dem an wichtigster Stelle alle Untersuchungen und Impfungen vorgenommen wurden.

Vor dem Kauf sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Bin ich bereit, bei Wind und Wetter mit meinem Hund Gassi zu gehen?
  • Verzichte ich eventuell auch auf manche Urlaubsreise, weil der oder die Hunde nicht mitgenommen werden können?
  • Ist es mir bewusst, dass ein Tier wie ein Mensch zum Doktor muss und bei Krankheit teure Rechnungen auf mich zukommen können
  • Bin ich die nächsten (auch bis zu 15 Jahre) bereit, für meinen treuen Begleiter zu sorgen?
  • Habe ich die wohnlichen Voraussetzungen, einen Hund zu halten?

Ein Welpe bleibt kein Welpe und hat die Eigenschaft, dass aus dem süßen Knuddelviech ein ausgewachsener Hund wird. Wobei ein Mops auch ausgewachsen nicht allzu groß und extrem süß ist.

Die Kosten

Hat man sich für einen Mops entschieden, ist die Auswahl momentan riesengroß. Mopswelpen werden ab 600 Euro angeboten. Diese sind dann meist ohne Papiere. Eine Variante, für die wir uns auch entschieden haben. Da unsere Hunde Familienhunde sind und nicht zur Zucht eingesetzt werden, sind Papiere für uns nicht erforderlich.

Hunde mit Papieren können mit bis zu 2000 Euro zu Buche schlagen. Dies kommt auf die Züchtung und den Stammbaum an.

Wichtiger im Hinblick auf die finanzielle Belastung sind jedoch die „Folgekosten“, dir durch einen Mops entstehen können. Außer der Hundesteuer, die unterschiedlich hoch sein kann und sich mit der Anzahl der Hunde oft auch pro Hund erhöht, kommen noch Kosten für Impfungen und Untersuchungen beim Tierarzt dazu.

Diese können mächtige Schneisen ins Sparbuch schlagen. Unsere beiden „Jungs“ haben in den vier Jahren, in denen wir sie haben, die Kosten für einen Kleinwagen verschlungen.

Nur ein kleines Beispiel:

Unser großer Rüde „Franky“ fing eines Tages an, zu hinken. Auch das Treppensteigen machte ihm von einem Moment auf den anderen arge Probleme. Nach dem Besuch beim Tierarzt wurde eine „Patellaluxaxion“ festgestellt. Bei dieser genetisch bedingen Krankheit liegt das Kniegelenk nicht richtig in der Pfanne und diese muss in einer Operation passend „geschliffen“ werden. Da „Franky“ dies auf beiden Seiten hatte, mussten wir 100 km Fahrt zu einer Klinik in Lörrach auf uns nehmen. Der Schaden wurde behoben und wir waren um knapp 1500 Euro erleichtert.

Übrigens können Hunde auch wie Menschen z. B. eine Erkältung durch Ansteckung beim Menschen bekommen. Auch solche Fälle müssen im ungünstigen Fall durch einen Arzt behandelt werden.

Außerdem fallen noch regelmäßige Kosten durch die Entwurmungen und Impfungen an.

Die Pflege und der Auslauf

Ein Mops hat eine kurze Schnauze. Über dieser Schnauze liegt eine Nasenfalte, die in regelmäßigen Abständen gereinigt werden muss. Wie bei allen Hunden, die hängende Ohren haben, müssen diese auch regelmäßig gereinigt werden. Natürlich braucht ein Mops darüber hinaus die Pflege, die jeder Hund sonst auch genießt. Ein besonderer Aspekt sind auch die Augen des Mopses. Da diese sehr weit nach außen ragen, muss man aufpassen, dass sich der Hund nicht verletzt. Dies kann z. B. beim Schnüffeln in Geäst leicht passieren.

Bei den Ausflügen mit seinem Mops sollte man darauf achten, dass man es hier nicht mit einem Windhund zu tun hat. In der kälteren Jahreszeit schaffen unsere Jungs eine Strecke von etwa 1,5 – 2 Kilometer pro Ausgang. Danach sollte man es gut sein lassen, da sie sehr lange nachhecheln können. Wir gehen im Herbst und im Winter 2-3 mal mit den Jungs spazieren.

Im Sommer müssen diese Ausflüge auf die frühe Tageszeit oder später abends verlegt werden. Schon nach kurzer Zeit fängt der Mops extrem zu hecheln an und kann nicht mehr. Und da der Mops ein ziemlich sturer Geselle sein kann, ist es möglich, dass er den Anker wirft und wie ein Frosch auf dem Bauch liegt. Man geht dann nicht mehr mit seinem Hund Gassi, sondern man trägt ihn! Ein Mops war früher ein Hund, der nur von der kaiserlichen chinesischen Familie gestreichelt werden durfte. Und ob man es glaubt oder nicht, er scheint dieses Wissen über Jahrhunderte genetisch zur nächsten Generation transportiert zu haben. Ein Mops hat kein Herrchen, er hat Dienerschaft.

Auch sollte man nicht empfindlich sein, wenn es um das Thema Schnarchen geht. Unser großer hat die Angewohnheit, sich beim Schlafen nach kurzer Zeit auf den Rücken zu drehen. Das ist für mich und meine Frau das Signal, die Fernbedienung in die Hand zu nehmen und die Lautstärke um drei Stufen zu erhöhen. „Franky“ zersägt während eines „Tatorts“ gefühlte 5 Ster Holz. Außerdem pupst ein Mops schlimmer wie Schimanski zu seinen besten Zeiten.

Warum trotzdem einen Mops?

Wenn man sich mit den oben genannten Punkten auseinandergesetzt hat und immer noch den Wunsch auf einen Mops hegt, wird man ohne Ende belohnt. Der Mops ist ein wunderbarer Hund und aus unserer Familie nicht mehr weg zu denken. Das Gefühl, wenn meine Jungs mich abends nach der Arbeit begrüßen, ist unbeschreiblich. Das ist wahre Freude ohne den Wunsch auf Gegenleistung.

Es gibt für mich nichts entspannenderes, als mit meinen „Jungs“ am Sonntagmorgen einen Ausflug zu machen.

Ach…eines habe ich noch vergessen. Sollte man sich für einen Mopswelpen entschieden haben, ist eines strikt zu unterlassen. Man sollte niemals in belebte Fußgängerzonen gehen und den kurzen dort zeigen. Spaziergänge über ein paar Meter können Stunden dauern, weil jeder diesen wunderbaren kleinen Gesellen streicheln und knuddeln will. Aber auch mit einem ausgewachsenen Mops wird man des öfteren gestoppt.

Der Mops ist ein lustiger, immer zu einem Spaß aufgelegter, intelligenter und treuer Wegbegleiter.

Schon der geniale Loriot sagte einmal: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“

Ich sage dazu immer: „Meine Hunde gehorchen mir auf`s Wort. Wenn ich sage, kommt ihr jetzt, oder nicht?, kommen sie….oder nicht.“

Dem ist nichts hinzu zu fügen…

Tags: , , , ,

About the Author ()

Comments (8)

Trackback URL | Comments RSS Feed

  1. Dennis sagt:

    Hihi Siggi Toller Beitrag sehr informativ

  2. Mauxion sagt:

    Siwola, Du bist der Hammer! Guter Blog, mopsgut!

  3. dennis sagt:

    Siggi sind das deine?
    Die sind Süß und der Blog ist informativ

  4. Hans sagt:

    Ich habe selber 3 Hunde uns davon ist einer ein Mops.
    Dazu muss Ich noch sagen er ist 7 und immer noch Tollpatschig.
    Dann habe Ich noch 1 Alaska Husky und 1 Chinesischer Kurz Haar Dackel.

    Toller Beitrag 😀
    Hoffe das noch viele weitere folgen!

  5. siwola sagt:

    Hallo Leute,

    vielen Dank für die Rückmeldungen und das Lob 😉

    Das sind in der Tat unsere beiden Jungs, die wir um nix in der Welt hergeben würden.

    Viele Grüße

    Siggi

  6. Dopplereffekt sagt:

    mhm, toller Beitrag… wobei ich mir nie ein Mops anschaffen würde, da sie doch oft probleme mit der Atmung bekommen! 🙁

    Naja aber wenn man sich diese Hündchen anschafft…bekommt der Satz „Du hast aber schöne Möpse!“ gleich ne ganz andere Bedeutung! 🙂

  7. Timbo89 sagt:

    ya mein freund hat auch nen mops der ist nicht grad pflegeleicht weil man allein schon drei mal am tag raus muss mit dem da die hunde viel auslauf brauchen das ist eben in der grossstadt nicht mögich oder nur begrenzt aber zudem brauchen möpse viel liebe und zuwendung zwar sehr verfressenen charakter aber tolle hunde!!!!

  8. Fuzi sagt:

    Hey,
    Ich Finde deinen Beitrag auch sehr informativ und interessant!
    Ich habe auch zwei Hunde! Ein Mischling aus Rumänien 3 Jahre und einen altdeutschen tieger 6 Monate alt.
    Und die hören genauso gut…..!! 🙂 kommst oder kommst Net?!?! Klasse!!!

    Lg fuzi