Wann fliegt uns der Euro um die Ohren?

Filed in Allgemein by on 13. September 2011

Seit 2002 ist Europa enger zusammen gerückt. Damals haben unsere Politiker etwas gutes für uns getan. Wie immer, ohne uns zu fragen. Sie sorgten dafür, dass wir in vielen Ländern Europas mit einer Währung bezahlen können. Seit 1999 nur als Buchgeld, wurde der Euro 2002 offizielles Zahlungsmittel. Und diese Währungsunion wurde uns so schmackhaft wie möglich gemacht. Doch nun wird langsam allen klar….dieser Euro ist wohl nicht mehr zu retten…


Wir erinnern uns noch an die stolzen und freudigen Gesichter, mit denen uns die politischen Machthaber zur Jahrtausendwende kund taten, was sie tolles vollbracht hatten. Und obwohl die meisten von uns den wirtschaftlichen Vorteil des Euros nicht erkennen konnten, freuten wir uns darüber, dass wir in vielen Ländern mit einer Währung bezahlen können. Wie toll ist es, wenn ich in Frankreich nicht mehr umrechnen muss (dachte ich auch).

Was ist seit dieser Einführung passiert?

Speziell für Deutschland war die Einführung des Euros ein Schlag in den Nacken. Die D-Mark war die stabilste Währung in Europa und spiegelte die deutsche Stellung als Spitzen-Exportnation wieder. Eine Währung, die etabliert und vor allem bärenstark war, wurde unter dem Deckmantel des vereinten Europas eliminiert. Was sich die damaligen Spitzenpolitiker unseres Landes dabei dachten, wird für immer ihr Geheimnis bleiben.

Und man kann über die neue Währung und deren Einführung sagen was man will und vielleicht auch einige positive Aspekte finden. Eines ist jedoch ganz gewiss. Mit der Einführung des Euros wurden nicht nur deutsche Konsumenten belogen und betrogen. Unser Gehalt wurde in Euro umgerechnet. Aus 2000 Mark netto wurden roundabout 1000 Euro. Und wie wurden die Konsumgüter des täglichen Lebens umgerechnet? Ganz einfach. Das D-Mark-Zeichen wurde einfach durch das des Euros ersetzt. Genau so traf es zum Beispiel aber auch unsere Nachbarn aus Frankreich und den Niederlanden.

Mal im Ernst…wir laufen an einer Bäckerei durch und freuen uns über das Angebot in der Auslage „Heute 2 Plunderstückchen nur € 1,95“ Wenn wir dann mit der Tüte aus dem Geschäft laufen, wird uns bewusst, dass wir eben für eine Schneckennudel oder ein Nusshörnchen umgerechnet fast 2 Mark bezahlt haben. Hätten wir 1998 an einer Bäckerei das Schild gelesen „Heute 2 Schneckennudeln nur DM 3,99 “ hätten wir uns umgedreht und den Scheibenwischer gemacht.

Mittlerweile kostet auch die Waschmünze in der Autowaschanlage nicht mir eine Mark. Wir legen einen Euro hin. Wie weit kommen wir noch, wenn wir mit einem 50-Euro-Schein in den Lebensmittelmarkt um die Ecke gehen? Wenn man Glück hat, und gezielt einkauft, sieht man das Bodengitter des Wagens nicht mehr. Wie weit ist man vorher mit einem 100-Mark-Schein gekommen? Einkäufe in der Preisklasse um die 25 Euro können wir ohne Einkaufstasche zum Auto tragen. Die Lebenshaltungskosten sind exorbitant explodiert. Das sehen auch die Politiker, doch können sie nicht reglementierend in den freien Markt eingreifen und müssen dem Treiben tatenlos zusehen.

So zieht sich der politisch geplante Betrug durch alle Sparten des täglichen Lebens.

Doch damit nicht genug…

Durch die Einführung des Euros wurden Länder, die vorher schon am Rande des Abgrunds standen, auf einen Schlag saniert. Griechenland ist das beste Beispiel. Kennzahlen wurden im großen Stil beschönigt und selbst griechische Wirtschaftswissenschaftler bewusst mundtot gemacht. Mit dem Ergebnis, dass wir jetzt sehen. Griechenland ist bankrott und eurobezogen wohl nicht mehr zu retten. Dazu kommt noch die Mentalität mancher Griechen nach dem Motto „Ich habe seit Jahrzehnten keine Quittung ausgestellt, warum sollte ich jetzt damit anfangen?“

Das ist aber erst der Anfang. Wer den Patienten Griechenland sieht, dem fällt es schwer, an gesunde Italiener, Portugiesen oder Spanier zu glauben. Die Politiker halten uns wie in so vielen Fällen für zu dämlich, um die Tragweite der momentanen Krise zu erkennen. Stattdessen werden wir mit Durchhalteparolen dazu bewegt, die „Totgeburt“ Euro am Leben zu halten.

Und wie auch bei anderen Problemen, der demografische Faktor sei nur am Rande erwähnt, stammeln die Herren, die für diese Misere verantwortlich sind, unbeholfen in die Mikrofone. Sie erzählen uns, dass wir alles dafür tun müssen, dass der Euro nicht zusammenbricht. Im Falle Deutschlands macht das ein Wirtschaftsminister Rösler, der nicht nur in seiner Partei umstritten ist. Auch in der Europroblematik fällt er nur durch nachsprechen von Phrasen auf, die wir schon zu oft hören mussten. Rösler kann man sich als Elternbeirat in der Grundschule vorstellen, als Wirtschaftsminister hat er so viel Profil wie ein handelsüblicher Sommerreifen in der Formel 1.

Dazu kommen noch die Verbrecher in Nadelstreifen, die mit gegelten Haaren an den Finanzmärkten rund um den Globus sitzen und mit Wetten und Leerkäufen noch mit der Krise Profit machen. Mit ihren Iphones spielen sie mit dem Geld von ehrlich arbeitenden Menschen Monopoly. Und wenn der Finanzmarkt mal wieder zusammenklappt, ist ja der brave Steuerzahler da, der in die Presche springt. Damit muss Schluss sein!

Wenn nicht bald etwas elementares passiert, fliegt uns das Gebilde Euro um die europäischen Ohren und der Schaden wird unermesslich sein. Man kann nicht eben schnell wieder die D-Mark einführen. Alleine schon der logistische Aufwand ist kurzfristig nicht zu wuppen.

Aber auch im Interesse der Wirtschaft kann ein Zusammenbruch des Euros nicht sein, Wenn wir das Gedankenspiel mit der wieder erhaltenen D-Mark weiter spinnen. Sollte dies wieder der Fall sein, sehen alle Deutschen, was sie für ihre Konsumgüter zu Eurozeiten wirklich bezahlt haben.

Hoffen wir, dass Griechenland das einzige Land ist, dass den staatlichen Bankrott ausgerufen hat. Aber hier fehlt der Glaube. Es wird nicht mehr lange dauern, da werden sich andere Länder in der gleichen Weise bemerkbar machen.

Deshalb:

Politiker, macht endlich, wofür ihr in die verschiedenen Gremien gewählt wurden. Entscheidet im Namen und zum Wohle des Volkes, das ihr vertreten sollt!! Schenkt uns nicht nur „griechischen“ Wein ein, sondern zur Abwechslung auch mal reinen…

Tags: , , , , , ,

About the Author ()

Comments (5)

Trackback URL | Comments RSS Feed

Sites That Link to this Post

  1. Tauschportal swapy.de würdigt aktive Mitglieder | swapy.de Blog | 18. Januar 2012
  1. leseratte sagt:

    Zu Deiner Überschrift kann ich nur sagen wahrscheinlich BALD,sehr BALD!

  2. siwola sagt:

    Na, wenn das keine Dankbarkeit ist…

    Laut einem Bericht von heute fordert das griechische Kultusministerium in Athen eine Skulptur und eine Schale vom Landesmuseum in Karlsruhe zurück und droht damit, keine weiteren Exponate mehr zur Verfügung zu stellen, falls diese nicht umgehend zurückgegeben werden. Die beiden antiken und wohl wertvollen Stücke sind seit 30 Jahren im Besitz des Museums.

    Wir hätten die paar Millionen für die Exponate gleich zu den 120 Milliarden dazulegen sollen, wir Schussel…

  3. Daniel1109 sagt:

    Also komm, wehm sollen wir denn noch alles unter die Arme greifen.
    Wir haben doch selber zu Kämpfen, alle Jammern immer nur, was ist mit uns,
    wer Hilft uns? Ich find wenn unsere Herrschaften das Geld der Bürger besser Verwalten würden im Bezug auf Deutschland und wirklich erst den Bürgern Helfen. Kann man dann auch den anderen Ländern wo es wirklich nötig haben Helfen.
    Aber da kann man sich Streiten. Ich finde auch das es nicht mehr Lange Halten wird. Unser Politik soll mal einer Verstehen.

  4. Marcus sagt:

    Ich denke, dass es der größte Fehler war, die stabile Währung D-Mark aufzugeben. Unsere Währung hatte einen derart hohen Stellenwert, dass wir erhebliche Vorteile im internationalen Vergleich hatten. Diese haben wir dann freiwillig abgegeben… Leider nicht nachvollziehbar.